YouTube + American Pie = Virginity Hit

Jeder kennt sie, die kleinen YouTube Videos von peinlichen Momenten fremder Menschen. Man lacht kurz darüber und schaltet weiter. Doch mal vorgestellt, man würde diese kleinen Videos mit American Pie kreuzen, was dabei heraus kommt ist ein erfrischender Film über Jugend, Freundschaft und das Internet: The Virginity Hit!

Die Handlung

Man kennt es vielleicht schon von MTV und Viva – junge Menschen erzählen die Geschichten, wie sie ihre Unschuld verloren haben. Das berühmte erste Mal. Die Geschichten sind dabei meist wenig einfallsreich und relativ flach geschrieben, scheinen aber auch ihre Fans zu haben. Genau in diese Bresche schlägt auch „The Virginity Hit“. Vier Freunde (wie erinnern uns an American Pie) wollen ihre Unschuld verlieren. Direkt zu Beginn des Films zeigt sich der Erfolg der ersten drei Jungs – der Rest des Films dreht sich um die Odyssee des ersten Mals von Matt.
Matt erlebt dabei einiges an Trubel, von verrückten Studentinnen mit zu viel Forscherdrang bis hin zu einer Pornodarstellerin.

Der Film bleibt dabei jedoch stets sehr authentisch. Man fragt sich zwar, wieso gerade Matt so viel passieren muss – doch dabei kommt nicht das Gefühl auf, dass dies eine erfundene Story sei oder vollkommen überzogen.

Der Stil

Der Film ist durchweg in abgetrennten Clips gedreht. Das ganze erinnert stark an YouTube Clips, allerdings endet der Film nicht nach 10 Minuten, sondern läuft ganze 90 Minuten. Dabei kommt aber keine Langeweile auf. Die Kameraführung ist im Stile einer Handkamera gehalten. Zwischendurch hat das Bildmaterial sehr schlechte Qualität, was an Handykameras erinnert. Andere Szenen sind dann wieder von sehr guter Qualität und erinnern an typische Hollywood Produktionen.

Diese Art der Kameraführung ist etwas auch bei Cloverfield angewendet worden, allerdings wirkt sie dort deutlich störender. Bei diesem Film jedoch fügt sich die verwackelte Kameraführung perfekt in das Gesamtbild ein, strengt jedoch den Zuschauer auch nicht an oder lenkt ihn ab.

Fazit

Wer Filme wie American Pie oder Superbad mochte, wird auch „The Virginity Hit“ lieben – das gilt insbesondere für diejenigen, die auch gerne einmal YouTube Videos schauen. Ernüchternd ist bis weilen, dass der Film sehr stark auf Stereotypen abzielt. Auch scheint es z.T. etwas stark gekürzt zu sein, so springt die Handlung relativ schnell von einem Handlungsstrang zum nächsten. Dies passt jedoch relativ gut zum Produktionsstil der „Amateur-Clips“.

Lustig fand ich auch die verschiedenen Einspieler von „anderen YouTube Usern“, die auf die einzelnen Vorfälle der Geschichte reflektierend Stellung nehmen. Dies gibt dem Film einen authentischeren Zug, und heitert zusätzlich die einzelnen Handlungspassagen auf. Ob der Film nun als „Fake Documentary“ oder schlicht Komödie anzusehen ist, wage ich nicht abschließend zu beurteilen. Er passt sicher in beide Genres mehr schlecht als recht.

Ich empfehle den Film für einen lustigen Partyabend mit Freunden. Man kann super drüber lachen und sich nebenbei unterhalten. Für einen ernsteren Fernsehabend sollte man aber wohl doch eher zu einer richtigen Komödie greifen.

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