Touristen in Venedig? Lahm!

tourist-filmplakat-teaser

“The Tourist” wurde ja vorab von einigen Medien in höchsten Tönen gelobt – da war ich natürlich sehr gespannt, vor allem da ich Agentenfilme liebe.

Der Film “The Tourist” hatte vorab bereits beste Voraussetzungen, um ein Kassenschlager zu werden; allen voran die Topbesetzung mit Angelina Jolie und Johnny Depp in den Hauptrollen. Aber selbst die besten Topstars können eine schlecht geschriebene Geschichte nicht retten.

Die Handlung

Dabei ist die Idee hinter Geschichte gar nicht mal schlecht. Eine Spionin flieht und trifft dabei auf einen komplett Fremden, den Sie zugleich in ihre Machenschaften hinein zieht. Für den Großteil des Films fliehen die Beiden zusammen. Natürlich verliebt man sich – was denn auch sonst. Die große Überraschung kommt dann am Ende als sich heraus stellt, dass der Fremde gar kein Fremder ist.

Das Problem ist nun, dass die Handlung zwar spannend sein könnte, aber so recht nicht überzeugen kann. Dabei machen Angelina und Johnny gar keine schlechte Figur. Doch die einzelnen Handlungsstränge sind schlecht verknüpft und so bekommt man so recht nicht den “Aha” Effekt und die Geschichte kommt so recht nicht in Fahrt.

Da kann auch die Überraschung am Ende nicht mehr helfen, war doch irgendwie schon viel früher klar, was das Geheimnis des “Fremden” ist. Und so bleibt letztlich nur die Frage, warum Angelina durchgehend “overdressed” herum läuft und so recht keine Chemie zwischen ihr und Johnny aufkommen mag. Aber vielleicht ist das auch normal bei den Spionen.

Bekannte Namen und der Erfolgsdruck

Wenn man bei Filmen bekannte Namen liest, so bringt dies häufig einen gewissen Erfolgsdruck mit sich, so auch bei diesem Film.  Florian Henckel von Donnersmarck, der 2006 mit dem Film “Das Leben der Anderen” groß abräumte (unter anderem einen Oscar), zeichnet sich als Regisseur verantwortlich.

Leider hat er es nicht verstanden die Chemie der einzelnen Darsteller gut auszubauen und zu nutzen, sodass der Film selbst wenig interessant ist.

Florian Henckel von Donnersmarck (Regie), Johnny Depp, Angeline Jolie, Timothy Dalton, Paul Bettany – so viele bekannte Namen. Schade, dass nicht mehr daraus gemacht wurde.

Eindruck

Das Thema des Films ist interessant und hätte durchaus zu einem guten Streifen verarbeitet werden können, doch leider hat das nicht ganz geklappt. Die Chemie zwischen den Hauptcharakteren will irgendwie nicht richtig funktionieren und die Dialoge sind lahm, häufig unglaubwürdig.

Der Film zerrt sich eine ganze Weile als Schnulzen-Verschnitt hin bis es endlich mal etwas Action gibt. Diese ist aber leider überdreht und kurzweilig. Die Geschichte selbst ist durchschaubar und übersichtlich und wartet mit wenig Überraschungen auf.

Meine Empfehlung ist der Film für einen gemütlichen Fernsehabend mit der Liebsten, denn durch die Mischung aus Schnulzen-, Agenten- und Actionfilm könnte das sehr gut angenommen werden. Doch für mehr als einen gemütlichen Abend oder Zeitvertreib taugt der Film nicht.

Es gibt doch deutlich bessere Filme aus diesem Genre, z.b. Knight and Day.

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