Star Trek: Tollkühn dorthin zu gehen…

Star Trek – das ist wohl neben Star Wars die bekannteste Marke im Sci-Fi Genre. Doch während letztere regelmäßige Kassenschlager hervor rufte, war es um Star Trek eher ruhig geworden. Mit dem neuen Film sollte sich dies 2009 gewaltig ändern. Kurzum wurde nicht nur ein neuer Film gedreht, sondern direkt das komplette Konzept durch gewürfelt. Mit Erfolg?

„To boldly go…

where no man has gone before“. Das ist einer der wichtigsten Sprüche aus Star Trek. Und dieser wurde in der Vergangenheit gelebt. Die Mannschaften der Raumschiffe (allen voran Captain Kirk von der Enterprise) erforschten das Universum auf der Suche nach neuen Spezies, fremden Welten und unheimlichen Phänomenen. Das man dabei nicht immer nur auf freundliche Gesellen trifft, versteht sich von selbst.

Doch Gewalt spielte meist eine untergeordnete Rolle. Große Raumschlachten oder Personenkämpfe gab es eher selten und die Philosophie eines „friedlichen Miteinander“ schien zu dominieren. Mit den Serien „Voyager“ und „Deep Space Nine“ änderte sich dies erstmals grundlegend, da hier die „BORG“ bzw. das „Dominion“ als großer Feind eingeführt wurden und durch die Serie hindurch die Inhalte bestimmten. Auch vor größeren Kampfszenen (insb. in Deep Space Nine) und brutaleren Episoden (z.B. „The Siege of AR-558“ / DS9) wurde nicht halte gemacht und so die Möglichkeiten des Genre erprobt.

2009 sollte es dann soweit sein und das Genre „Star Trek“ mit einem Relaunch mit neuem Leben gefüllt werden.

Star Trek XI – Aufbruch in neue Zuschauerwelten

Der neue Star Trek ist nicht nur ein neuer Film, sonder ein komplett neues Star Trek. Man war hier der Ansicht, dass sich das „alte Star Trek“ festgefahren hatte. Es gab eine komplett entwickelte Storyline mit vielen verschiedenen Zusammenhängen – so viele, dass kaum noch jemand komplett durchblickte. Um aber frei an das Thema heran zu gehen und wieder Erfolg in die Serie zu bringen, war ein Umdenken erforderlich.

Genau darin hat der Film auch seinen Erfolg erreicht. Die Story ist packend und interessant und die vielen Effekte passen hervorragend zum Genre. Die neuen Darsteller verleihen zudem den bekannten Figuren neue Charakterzüge. Nicht umsonst ist der jüngste Film daher der erfolgreichste Star Trek Film geworden.
Vor allem aber wurden viele neue Kinobesucher angelockt.

Eine Chance für eine alte Liebe

Star Trek ist für mich wie eine alte Liebe. Die Serie „Deep Space Nine“ half mir damals in der Zeit, als sich meine Eltern trennten und erstmals in meinem Leben fieberte ich bei einer Serie mit und bekam Tränen, als am Ende die Serie ihr großes Finale feierte. Doch auch vorher hatte ich bereits ausgiebig Kontakt zum Genre bekommen. Umso gespannter war ich auf den neuen Film…

und wurde enttäuscht! Doch diese Enttäuschung rührt nicht von einem schlechten Film her, sondern von der neuen Ideologie, die mit diesem Einher geht. Das ganze Genre wird düsterer und gefährlicher, die bekannten Charaktere sind weniger heroisch dargestellt als im Original. Für einen eingefleischten Star Trek Fan (Trekkie) ist das natürlich eine massive Veränderung, und in meinem Fall sogar zu massiv.

Doch mittlerweile sind Monate verstrichen und ich konnte den Film noch einige Male anschauen – und mittlerweile hat es auch mich gepackt. Der Film ist durchaus überzeugend. An einigen Stellen ein wenig überzogen (Genozid an gleich zwei Rassen?), funktioniert aber auf seine Weise super. Die Effekte passen zum großen Teil sehr gut, lediglich die neue Brücke der Enterprise wirkt sehr überladen, vor allem wenn man sie mit anderen Räumlichkeiten wie etwa dem Maschinenraum vergleicht. Dies sind aber wohl nur Details.

Gespannt sein darf man nun auf den nächsten Film, der garantiert kommen wird. Geplant ist dieser wohl für 2012. Ich bin gespannt, was uns nun erwartet.

Trailer

Wer ihn noch nicht kennt, hier noch einmal der Trailer zum Film. Es zeigt sich mal wieder, dass gut gemachte Filmtrailer eine Wissenschaft für sich sind.

http://www.youtube.com/watch?v=ohLnWiumL4c
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