Hunter Doherty „Patch“ Adams: Eine Geschichte, wie Sie nur das Leben schreiben kann…

Vor kurzem lief mal wieder der bekannte Film „Patch Adams“ im Fernsehen, und ich schaltete zufällig ein. Die Story packte mich sofort wieder, was sicherlich auch an der guten Leistung der Darsteller wie Robin Williams liegt, aber auch an einigen weniger bekannten Gründen, die dem Film schlicht den besonderen Touch geben.

Über den Mediziner „Patch Adams“

„Patch Adams“, das ist die Geschichte des Mediziners Hunter Doherty „Patch“ Adams. Der Film ist relativ authentisch, fokussiert jedoch sehr stark auf den „Spaß“ als Faktor zur Genesung einer Person. Der reale „Patch Adams“ geht dabei jedoch noch ein ganzes Stück weiter, denn seiner Ideologie nach kann man die Gesundheit eines Menschen nicht von Dingen der Umwelt trennen.

Der Hollywood-Film bekam zudem eine Liebesgeschichte verpasst, bei der Patch sich auf seine Kommilitonin Carin (Monica Potter) einläßt. Auch dieser Teil ist wohl frei erfunden. Zwar stimmt es, dass zum Ende der Studienzeit von Patch einer seiner besten Freunde starb – dies war jedoch ein Mann und keine Frau und auch niemanden, mit dem Patch eine Liebesbeziehung pflegte. In so fern ist der Film hier auch nicht an der Realität geblieben.

Nebendarsteller: Krebskranke

Was wohl nur wenige über den Film wissen, aber doch wesentlich zum Erfolg beigetragen hat:
Fast alle Kinder waren damals real an Krebs erkrankt und die „Freude“ im Film keinesfalls gespielt. Ich denke, dass der Film gerade durch diese Wahl eine spezielle emotionale Schicht erreicht hat, die den Zuschauer noch einmal verstärkt fesselt.

Kritik

Der Film ist ein gutes Beispiel, wie Hollywood wirkt:
Einerseits gibt es hier eine Story, wie sie eigentlich nur vom Leben geschrieben werden kann. Auf der anderen Seite gibt es aber eben auch die „Geldmaschine Hollywood“, die natürlich darauf fixiert ist den Erfolg, und damit auch die Einnahmen, zu maximieren. Leider bleiben dabei einige Dinge auf der Strecke. So hat der echte Patch Adams in einem Interview treffend gesagt, dass der Film sich zu stark auf die Schiene der Unterhaltung als Rolle der Genesung fixiert und dabei andere Teile seiner Ideologie außer Acht lässt.

Etwas deprimierend ist auch, dass der Film zwar finanziell ein großer Erfolg war, aber weder die Macher noch die hoch bezahlten Darsteller die eigentliche Firma („Gesundheit!“ Institut) unterstützten. Es ist zwar davon auszugehen, dass Spenden an die „Make-A-Wish“ Foundation gingen, da über diese kranke Kinder für die Szenen gefunden wurden, die eigentliche Firma, welche die Vision von Patch Adams verfolgt, ging jedoch leer aus.

Gute Unterhaltung, aber mit fadem Beigeschmack.

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