Einmal kämpfen wie in Tekken

… das hätte dem Film vielleicht gut getan. Doch langsam mit den Pferden, fangen wir von vorne an. 2010 wurde ein DVD/Blu-ray Film veröffentlicht, der sich an der bekannten, ja fast schon legendären, Spielreihe orientiert.

An für sich sollte der Film ja gute Chancen haben, zählt doch die Spielserie unzählige Fans auf dem ganzen Globus. Leider aber haben es die Verantwortlichen nicht geschafft den Charme des Originals einzufangen und auf die Leinwand zu transferieren. Stattdessen ist der Film ein netter Kampffilm mit einigen, wenigen spektakulären Szenen und viel unnötigem Gerede. Leider schaffen es auch die Charaktere, allen voran Jin Kazama (Jon Foo), nicht die notwendige Tiefe heraus zu stellen. Bis zum Ende des Films fragt man sich, warum dieser Junge nur all diese Qualen auf sich nimmt und kaum ein Wort spricht. Stattdessen gibt es viele Rückblenden, die dem Zuschauer die Story näher bringen sollen. Klappt aber leider nicht so ganz.

Effekte / Kämpfe / Szenerie

Bereits nach kurzer Zeit dürfte eigentlich jedem Zuschauer klar werden, dass der Film kaum Szenerie zu bieten hat. Dabei wird man immer wieder mit den selben, stumpfen “Kampf-Arenen” belästigt. Im Hintergrund erscheint zumeist eine Projektion der passenden “Welt” (zumindest hier eine kleine Hommage an die Spielklassiker) – doch die eigentliche Arena ändert sich nur minimal.

Das ganze wäre ja noch zu verkraften, wenn die Kämpfe dann interessant wären. Doch meist sind diese eher langweilig gestaltet, zum Teil vollkommen übertrieben und fast immer in die Länge gezogen. Hier hätte ein veränderter Schnitt mit schnelleren Kämpfen und abwechslungsreicheren Kameraeinstellungen durchaus Abwechslung und Spannung geschafft. Selbst der abschließende Finalkampf ist vorhersehbar und dadurch wenig spannend. Man wagt fast zu denken, wann es denn endlich vorbei sei.

Storyline

Natürlich gibt es auch eine Geschichte im Film – es wäre ja auch unmöglich einfach nur Kämpfe zu zeigen. Da ist also dieser junge Jin Kazama. Er vergnügt sich zu Beginn mit einem Mädchen, dann stirbt die Mutter und er geht zum “Tekken Wettkampf”. Warum? Tjah, Rache – was auch sonst. Er hätte sich natürlich auch den Weg bis zum Übeltäter Kazuya Mishima frei kämpfen können und daraus einen Film stricken, aber dann könnte man ja nicht diese “unglaublich genialen” Arenen nutzen.

Natürlich verliebt sich eine Kämpferin sofort in den jungen Jin, klaro, und es gibt ein kurzes Intermezzo. Aber irgendwie kann auch dieses wieder nicht überzeugen. Zwischendurch noch ein versuchtes Attentat, und dann ist auch schon das Kampffinale da.

Merkt ihr was? Die Geschichte ist unglaublich einfach gestrickt und es scheint, als hätten die Schreiber mit aller Macht versucht die “klassischen Hollywood Themen”, wie Lovestory und Rache, mit einzubauen. Leider funktioniert das so gar nicht und man fragt sich am Ende mehr als am Anfang, was das eigentlich für ein junger Mann ist, dieser Jin. Statt der vielen verwirrenden Zwischenspielchen hätte der Film eine tiefer gehende, ausgereifte und ordentliche Story vertragen können.

Fazit

Der Film ist nette Unterhaltung und eignet sich durchaus für einen Abend zu Hause. Wenn man jedoch nicht auf Martial-Arts steht und auch kein Fan der Tekken Spielserie ist, so empfehle ich den Griff zu einem anderen Film, z.B. ist der neue Karate Kid durchaus sehenswert. Es wundert im Nachhinein wenig, dass der Erfinder der Tekken-Spiele den Film grausam nennt.

Weitere Rezensionen zum Film bei
Wie ist der Film
omgomgomg

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